Popalbum des Jahres: JOONIC - Jumpingcrackers in Jam!

b_200_0_16777215_00_images_Joonic_JochenWinkel_72dpi.jpgJOONIC, Nienburger Komponist und Texter, erhielt für "Jumpincrackers in Jam" (7music) den Deutschen Rock-und Pop-Preis für das "beste Pop-Album 2017". Das Album entstand in Zusammenarbeit mit Musikern und Sängerinnen aus seinem regionalen Umfeld zwischen Hannover, Bremen und Lüneburg. Er zeigt auf seiner CD einen Querschnitt seiner  besten 20 Songs aus 20 Jahren.
Der Name JOONIC beschreibt einerseits - wie „unique" im Englischen - die Einzigartigkeit und gleichzeitig die Unterschiedlichkeit von Musik. Andererseits steht das Kunstwort auch mit seinem bürgerlichen Namen und der Heimat des Nienburgers in Konnotation. Somit ergibt sich ein deutsch/englischer Sinnzusammenhang.
Der Keyboarder und Sänger sieht sich in der Singer/Songwritertradition des Pop/Rock der 80er Jahre, angelehnt an den Mainstreamcharakter im Stile großer musikalischer Vorbilder wie Elton John oder Billy Joel - natürlich mit eigenen, realistisch kleineren Ambitionen im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Das Album teilt sich in einen ersten deutschen und einen zweiten englischen Part auf. Es beginnt mit zwei naiv humorigen Titeln „Voller Wunder" und „Ela", die voller Lebensfreude und Leichtigkeit daher kommen, und es endet mit dem zeitlos instrumentalen „Timeless" in englischer Sprache.
Im Unterschied zu den beiden ersten Songs macht sich im dritten zeitkritisch-fatalistisch und zugleich hoffnungsvollen Lied „Leben" eine melancholische Stimmung breit. Die Sonne scheint länger als es den Menschen gibt. So wird es kommen und es ist nicht zu verhindern.
Auch bei „Helden weinen heimlich" zeigt JOONIC einen skeptischen, eher traurigen Bezug auf die Umwelt und das aktuelle Menschsein auf. Die modernen Helden fehlen überall auf dieser Welt.
Es folgt das schlageresk-persönliche „Immer da sein" für seine Eltern (H+W=J) als Dank für alles. Dieser Song beschreibt das Glück oder das Schicksal des gemeinsamen Alterns und eine fiktive Verbundenheit über das Leben hinaus.

Es ist erlaubt frei zu sein, mache selbst das Beste aus deinem Dasein und erlebe etwas, wie z.B. auf einem Rockfestival, im Pool, Weihnachten oder beim Tanz in die Nacht, wie es in den anderen Liedern heißt. So lautet der Wunsch des Künstlers aus der Mitte Niedersachsens.

Im atmosphärisch- stillen „Feeling the Moment" zeigt der Musiker seine zerbrechlich sanfte Stimme und im Song „Super-Sonic-Station" ein Faible für Fantasy und eine bessere Zukunft.

Das Cover stellt auf weißem Grund einen mürrisch crazy blickenden, verwandlungsfähigen grünen Frosch in den Fokus. Unterhalb des Motivs findet man den Albumtitel „Jumpingcrackers in Jam" - übersetzt „Knallfrösche in (Synonym/Doppeldeutung) Marmelade oder einer Musiksession." Gemäß der denglischen Aufforderung „Be no frog", sagt uns dieser Titel: Wage etwas in deinem Leben und glaube an deine Träume - so wie es Joonic selbst mit der Fertigung dieser CD versucht.
Die Rückseite zeigt farblich gleich in der Legende der Liedfolge entsprechend hervorgehoben, wann die Songs im Zeitfenster von 1996-2016 entstanden sind.

Es handelt sich hier um authentisch ehrlichen Pop/Rock der „Guten alten Zeit" der letzten 20 Jahre mit teils poetischen Texten mit Bezügen zum Jetzt und Heute.
Ein liebevoll erstelltes Album, im wahrsten Sinne des Wortes handgemacht, musikalisch wie textlich „Voller Wunder" und ungeahnter kreativer Wendungen. Abwechslungsreich, versiert und geschmeidig, fast zu schnell geht das Debutalbum von JOONIC „Jumpingcrackers in Jam" als musikalische Reise nach knapp 77 Minuten Spielzeit für den Hörer zu Ende.