Agonizer

Agonizer_Promo_Pic_72dpi.jpgAgonizer: Heavy Metal Band mit Guinnessbuch-Eintrag

Dass Skandinavien die Hochburg des Metal ist, ist keine Neuheit. Wer aus der Masse herausstechen will, muss sich etwas einfallen lassen. Wie zum Beispiel das tiefste, unterirdische Konzert der Welt zu spielen.

Agonizer wurde 1998 in Pyhäjärvi, Finnland gegründet. Seit 1999 leiht der Sänger Pasi Kärkkäinen den melodiösen Stücken der Melodic Heavy Metal Band seinen Gesang. Zwischen 1998 und 2003 nahm die Band die fünf Demos "Eternal Night", "Last Sign Of Light", "Lord Of Lies" und "Cain" sowie die EP "World Of Fools" auf und spielte unter anderem Warmup Gigs für Amorphis, Sonata Arctica und Children Of Bodom. 2002 veröffentlichten sie mit "Anthems Of Agony" eine Sammlung von sieben ihrer Songs, für die sie vor allem in Japan sehr gute Kritiken bekamen. Im gleichen Jahr wurde Gitarrist Lasse Löytynoja durch Joni Laine ersetzt, der nun mit Leidenschaft die melodiösen Riffs von den Saiten perlen lies. Durchhaltevermögen und Talent zahlten sich aus, denn 2005 wurde die Band von der Jury der „Finnish Metal Expo“ aus 148 Bands in das Finale der „Hilselinko Band Competition“ gewählt. Außerdem stieg Atte Palokangas an den Drums und Patrik Laine am Keyboard ein. Bereits ein Jahr später wurden Agonizer aus 1500 Teilnehmern zu einer der zwölf Bands für den „Nuclear Blast Band Contest“ gewählt, gleichwohl der Sieg an eine andere finnische Band ging. Über die Jahre war die Band danach auf mehreren Compilations zu hören und repräsentierte Finnland 2005 bei dem „Metal Battle Contest“ auf dem Wacken Festival.

Mit dieser nötigen kreativen Reife waren Agonizer schließlich bereit für ihr erstes Album. Die Bühnenerfahrung machte sich nun bezahlt: Die vierwöchigen Aufnahmen verliefen sehr erfolgreich und das Album „Birth/The End“ ebnete 2007 schließlich auch den Weg zum lang ersehnten Plattenvertrag. Der Release Gig wurde in der Pyhäjarvi Mine 1271 Meter unter dem Meeresspiegel gespielt und brachte der Band den Eintrag für das „tiefste, unterirdische Konzert“ im Guinnessbuch der Rekorde.

Seit 2012 waren Agonizer dann zu viert unterwegs und veröffentlichten 2013 die digitale Single „Trooper“, gefolgt von den Aufnahmen zu dem aktuellen Album „Visions Of The Blind“. Dessen 13 Songs präsentieren sich vielfältig und dennoch durch einen roten, musikalischen Faden verbunden. Schnelle Rhythmen peitschen sich unweigerlich ins Gehör, rasante Doublebass-Einlagen werden mit hymnischer Dramatik verbunden. Die Refrains bleiben dabei direkt in Erinnerung wie im Opener „All Alone“, oder zeigen den rebellischen Charakter wie im kämpferischen „Devil“. Wenngleich die energiegeladenen, druckvollen Songs charakteristisch für das Album sind, überzeugen auch ruhige Tracks wie „Haze“ oder „Thorns of Roses“. Damit hat das finnische Quartett die besten Voraussetzungen, seine eigene Vision von Melodic Metal auf die Bühnen dieser Welt zu bringen.

„Visions Of The Blind” erscheint am 13.05.2016 bei dem Label 7hard.