Memento

Bild 1 SW webMenemto - "Wir brüllen, weil wir was zu sagen haben"

Die Botschaft ist so direkt wie ein Fausthieb: "Wir machen laute Musik, damit wir gehört werden. Wir brüllen, weil wir was zu sagen haben. Und wir haben eingängige Refrains, damit die Leute unsere Botschaften behalten“, bringt es Frontmann Jöko auf den Punkt. MEMENTO, so der Name des Quartetts aus dem Allgäu, fühlen sich – ganz Metalcore – ideologisch der Hardcore-Szene verbunden und nehmen folglich selten ein Blatt vor dem Mund. Auch nicht auf der EP "Architects of Destruction", die mit sechs Titeln am 13. November bei 7hard erscheinen wird.

Und da wären wir schon bei der ältesten Schmähung, mit der sich Metalbands immer wieder konfrontiert sehen: Die brüllen doch sowieso nur irgendwas daher. Doch bei den Allgäuern läuft dieses Vorurteil in den lebensprallen Lyrics tot. "Wir heißen nicht umsonst MEMENTO, also Mahnruf – wir schreien die Missstände unserer Zeit in die Welt", so Jöko, der eigentlich Johannes heißt, weiter. Allerdings wird nicht ständig Hardcore-artig gewütet, sondern immer wieder klar gesungen; meistens im Refrain. Das glockenklare Timbre steuert Drummer Jannik bei. Ein singender Drummer – selten genug bei Metalbands.

Und welche Themen greifen MEMENTO auf? Etwa Politik? Aber klar doch! MEMENTO kritisieren geschönte Wahrheiten, welche die Regierenden täglich der Öffentlichkeit aufzutischen versuchen. Machtmissbrauch? Na sicher! In einem Song geht es um die Ungerechtigkeiten, die der Justizapparat ausspuckt. Unbequeme Themen? Sowieso! Das Quartett packt auch heiße Eisen an – etwa die deutsche Vergangenheitsbewältigung. Um Feuerschwerter und Satansmärchen, im Metal gern bemühte Klischees, geht es bei Memento dagegen nie.

Auch an Vorurteil Nummer 2 können Metal-Kritker bei MEMENTO nur schwer festhalten: Die schlagen doch nur auf ihre Instrumente ein. Die sechs Songs auf der EP beweisen, dass bei aller aggressiven Härte rhythmische Variationen nicht zu kurz kommen müssen. Zudem leitet Toubs Leadgitarre immer wieder unvorhersehbare Wendungen ein, bricht mit den vorangegangenen Brachial-Riffs. Oder es bereiten breitflächige Synthetik-Klänge den Boden für charismatische Hooklines. Bassist Mayo rundet jede Komposition perfekt ab.

Die Tracks entstehen bei MEMENTO während gemeinsamer Jam-Sessions. Dann powert das allgäuer Quartett drauf los, einer vertraut blind dem anderen, ein Part geht fließend in den nächsten über. Man kennt sich, weiß, wie der andere tickt, kann eine gelegte Fährte sofort wittern. So etwas gelingt nur, wenn sich Kumpels schon seit Jahren kennen. Die Vier sind seit der Schulzeit ein eingeschworenes Team. Best buddies eben.

Doch MEMENTO selbst gibt es erst seit 2014. Die Combo ging aus einer Band namens Purify our Existence hervor, die vor allem in der Ravensburger Szene einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatte und Gigs in den Oberschwabenhallen sowie beim Ravensburger Rutenfest ablieferte.

ARCHITECTS OF DESTRUCTION - Der erste Tonträger der Metalcore-Band MEMENTO ist nicht nur eine EP oder ein Album, sondern die gesamte Gründungsgeschichte und Leidenschaft, welche die vier Bandmitglieder in den letzen 5 Jahren durchlebt haben. Energie, Emotionen und Begeisterung für das Genre Metalcore sind hier in 6 knallharten und gleichzeitig melodiösen und tiefgründigen Songs zusammengefasst. Die Texte greifen gesellschaftliche Missstände auf, welche musikalisch in harten Gitarrenriffs gepaart mit brutalen Shouts widergespiegelt werden. Als Gegensatz dazu sollen die melodiösen Refrains mit glasklarem Gesang zum Nachdenken anregen. Dennoch ist die Motivation für ARCHITECTS OF DESTRUCTION nicht nur die Message, sondern ein Grund zum Abgehen, Pogen und in Circle Pits die Orientierung zu verlieren. Die Songs sind eine Einladung, den Alltag hinter sich zu lassen und die Musik zu feiern. ARCHITECTS OF DESTRUCTION - Ein muss für jeden Metalcore-Fan!

Am 13. November 2015 erscheint die EP „Architects of Destruction“.

 

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